Sozialpolitik-Talk 2/21

Nichtbezug von Sozialhilfe in der Migrationsbevölkerung

Mittwoch, 22. September  2021, 16.30 - 17.45 Uhr, virtuelle Durchführung (Zoom)

Gäste:
Kurt Fluri
Nationalrat FDP SO, Stadtpräsident Solothurn

Stefanie Kurt
Assistenzprofessorin Hes-so Wallis

Moderation:
Rahel Strohmeier Navarro Smith
ZHAW, Vorstand SVSP

In den vergangenen Jahren ist die Quote von Ausländerinnen und Ausländern in der Sozialhilfe überdurchschnittlich stark gefallen. Der Anteil unterstützter Personen mit einer Niederlassungsbewilligung sank im Jahr 2019 gegenüber 2017 um 9%, der Anteil unterstützter Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung sank in der gleichen Zeit um 7%. Das bedeutet aber nicht, dass weniger Personen bedürftig wären: Private Hilfswerke verzeichnen eine Zunahme von Gesuchen um Unterstützung von Personen, die Sozialhilfe beantragen könnten aber dies verweigern. Zuletzt haben Befragungen in den Warteschlangen für Essensabgaben während des Corona-Lockdowns gezeigt, dass ein beachtlicher Teil aus Ausländerinnen und Ausländern besteht, die eigentlich auch Sozialhilfe beantragen könnten.

Im Rahmen des Sozialpolitik-Talks diskutieren wir mit Personen aus der Forschung und Politik über die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung. Insbesondere wird auf die Rolle des Migrationsrechts eingegangen, das Sozialhilfebezug als fehlende Integration deutet und die Konsequenzen dafür stetig verschärft.


Die Teilnahme ist kostenlos.